Sitzball/Gymnastik

Sitzball ist eine Mannschaftssportart im Deutschen Behindertensport. Sitzball ist nicht nur in Mitteleuropa, sondern auch in Afrika als Breiten- und Wettkampfsport vertreten. Deutsche Meisterschaften der Herren finden seit 1954 jährlich statt, bei den Damen seit 1974. Europäische Sitzballturniere gibt es seit den 1970er Jahren. Die Sportart Sitzball wird in Deutschland von etwa 150 Mannschaften gespielt. Der erste Seatball-Worldcup fand im November 2006 in Kigali/Ruanda statt. Teilnehmende Mannschaften kamen aus Deutschland, der Schweiz, Ruanda, Burundi und Uganda.

Sitzball eignet sich ideal für das gemeinsame Spiel von behinderten und nichtbehinderten Menschen.

Spielgedanke

Auf einem Spielfeld, das in der Mitte durch eine Linie und in 1 m Höhe durch ein zweifarbiges Band in zwei Felder geteilt ist, sitzen sich zwei Mannschaften von je fünf Spielern einander gegenüber.

Jede Mannschaft hat die Aufgabe, den ihr über das Band zugeschlagenen Ball mit der offenen Hand wieder zurückzuspielen und zwar so lange bis ein Fehler den Spielgang beendet. Dabei ist es das Ziel beider Mannschaften, den Ball so über das Band zu spielen, dass dem Gegner der Rückschlag nicht gelingt oder möglichst erschwert wird.

Jeder Fehler der einen Mannschaft wird der anderen als Vorteil angerechnet. Gewonnen hat die Mannschaft, die in der Spielzeit die meisten Treffer erzielt hat.

Mannschaftszusammensetzung

Mannschaftsgesamtpunktzahl: gemäß der gültigen DBS-Tabelle

Zur Mannschaft gehören fünf Spieler. Die Summe der Punktzahlen der Spieler darf diese vorgeschriebene Gesamtpunktzahl nicht überschreiten.

Bein-, Armprothesen, Stützapparate o. Ä. dürfen während des Spieles nicht getragen werden.

Gemischte Mannschaften sind erlaubt.

Das Spielfeld ist ein Rechteck von zehn Metern Länge und acht Metern Breite.

1.3 Es wird durch eine Mittellinie in zwei Felder geteilt. Der Boden soll glatt und eben sein.

1.4 Grenz- (=Grund- und Seitenlinien) und Mittellinie sind auf dem Boden deutlich sichtbar zu markieren. Die Grenzlinien gehören mit zum Spielfeld, die Mittellinie zu beiden Feldern gemeinsam. Die Linien sollen drei bis fünf Zentimeter breit sein. Ein Ball, der diese Linien berührt, ist im Spielfeld.

1.5 Gleichlaufend über der Mittellinie befindet sich ein bis zu fünf Zentimeter breites, zweifarbiges Band, dessen Oberkante in einem Meter Höhe vom Spielfeldboden verläuft. Es soll über zwei außerhalb des Spielfeldes stehende Pfosten straff gespannt sein. Die Schnittpunkte von Mittel- und Seitenlinien sind durch zehn Zentimeter lange Markierungsstreifen zu kennzeichnen.

1.6 Zuschauer, benachbarte Spielfelder und Hindernisse müssen so weit von den Begrenzungslinien entfernt sein, dass die Spieler nicht behindert werden.” Hintergrundinformationen: Wikipedia

Autor: Henrik Schaarschmidt