Herzsport

Herzsport (auch Coronarsport oder Koronarsport genannt) ist eine Rehabilitationsmaßnahme für Patienten mit kardialen Erkrankungen. Nach Abschluss der kardiologischen Behandlung wird zur Wiederherstellung bzw. Optimierung der durch die Erkrankung möglicherweise reduzierten körperlichen Fähigkeiten der Herzsport ärztlich verordnet und von den Krankenkassen je nach Krankheitsbild des Einzelnen finanziell über einen kurzen Zeitraum (1–2 Jahre) oder längere Zeiträume gefördert.

Der Herzsport wird von Gesundheitssportvereinen, Sportvereinen, Rehabilitationskliniken und anderen Trägern (z. B. Diakonieverein, Kneippverein, VHS oder von Kardiologen in einem Förderverein[3]) in Form von örtlichen Herzsportgruppen (auch “Coronargruppen” genannt) durchgeführt. Dabei werden die Patienten nach einer kardiologischen Untersuchung hinsichtlich ihrer aktuellen Leistungsfähigkeit und der Rehabilitationsziele beurteilt und danach in verschiedene Gruppen eingeteilt (Übungsgruppen {bei einer Belastbarkeit von weniger als 75 W}, Trainingsgruppen {bei einer Belastbarkeit von mehr als 75 W}). Anhand dieser Beurteilung und Gruppenzuordnung werden die Patienten unter kardiologischer Kontrolle durch einen bei der Übungs- oder Trainingsveranstaltung anwesenden Arzt betreut und von einem speziell ausgebildeten Herzsport-Übungsleiter angeleitet.

Chronische Herzerkrankungen wirken auf den gesamten Organismus. Durch eine ‘Überschonung’ werden die negativen Auswirkungen der Herzerkrankung erhöht, eine der Erkrankung angepasste körperliche Betätigung wirkt dem entgegen und verbessert den Allgemeinzustand.

Sekundärprävention tut Not

Weil viele Patienten mit einer Herzkreislauferkrankung nach dem Aufenthalt in der Reha-Klinik bald ihren gewohnten Lebensstil wieder aufnehmen, der zur Herzerkrankung geführt hat (z.B. rauchen, ungesunde Ernährung),, sind sie denselben Risikofaktoren ausgesetzt wie zuvor. Wenn sie sich aber nach der Reha-Klinik gleich einer Herzgruppe anschließen, sind sie körperlich aktiv und kommen einmal pro Woche zusammen, um zu üben, über ihre Probleme zu sprechen und gesundheitsbildende Informationen zu erhalten. Dadurch fällt es ihnen leichter, das beizubehalten, was sie in der Reha-Klinik gelernt haben.

Kompetenz verbessern

  • Teilnehmer einer Herzgruppe wissen besser über ihre Risikofaktoren Bescheid.
  • Herzgruppenteilnehmer verbessern ihre körperliche Leistungsfähigkeit und entwickeln ein Gespür dafür, wo ihre körperlichen Möglichkeiten und Grenzen liegen.
  • Die Herzgruppe schafft Möglichkeiten, sich Wissen um herzgesunde Verhaltensweisen anzueignen und wie diese zur persönlichen Gewohnheit werden können.
  • Insgesamt erreichen Teilnehmer einer Herzgruppe eine höhere Lebensqualität, denn sie lernen Schritt für Schritt ihre persönlichen Möglichkeiten kennen, auch mit Herzerkrankung ihr Leben aktiv und genussvoll zu gestalten. Und: Auch schon die Teilnahme an der Herzgruppe selbst macht Freude!

Fazit: Herzgruppe – eine große Chance für Herzpatienten!

Hintergrundinformationen: Wikipedia

Autor: Henrik Schaarschmidt

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.