Leichtathletik

Leichtathletik ist eine Individualsportart, die aus verschiedenen Disziplinen besteht. Im Wettkampfsport werden dabei folgende Disziplinen betrieben:

  • Sprint stehend (100m, 200m, 400m)
  • Staffelwettbewerbe (4 x 100m und 4 x 400m)
  • Rennrollstuhl Sprint (100m – 400m)
  • Sprung (Weit – Hoch – Drei)
  • Wurf (Kugel – Diskus – Speer – Keule – Ball)

stehend oder im Wurfstuhl

  • Ausdauer stehend (800m – Marathon, Cross)
  • Rennrollstuhl Ausdauer (800m – Marathon)

Beschreibung

Je nach Disziplin gelten unterschiedliche Regeln. Das umfassende Regelwerk unterliegt dem Regelwerk der Leichtathletik, entsprechende Regeländerungen und Regeln, die sich speziell auf den Behindertensport beziehen, sind im Regelwerk des International Paralympic Committee (IPC) festgelegt.

Material

Das erforderliche Material ergibt sich aus der jeweiligen Teildisziplin. Die Durchführung kann meist im Freien oder in der Halle erfolgen.

Anpassungsmöglichkeiten

Entsprechend der Art und Schwere der Behinderung ist der Einsatz von Hilfsmittel wie beispielsweise Sportprothesen, -rollstühle oder Orthesen möglich. Die einzelnen Disziplinen können im Breitensport auch als Spielform angeboten und durchgeführt werden. Zudem besteht die Möglichkeit einzelne Disziplinen im Rahmen des Deutschen Sportabzeichens für Menschen mit Behinderung zu trainieren. Hierfür muss aus den vier Gruppen Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Koordination jeweils eine Disziplin in der Altersklasse erfüllt werden (s. Exkurs: Deutsches Sportabzeichen für Menschen mit Behinderung).

Leichtathletik ist die paralympische Sportart mit den meisten Einzelentscheidungen und bietet sehr vielen Menschen mit Behinderung sportliche Herausforderungen an, wobei die Fertigkeiten im Einzel- oder Gruppentraining erworben werden können.
Eine Form der Leichtathletik ist Para-Leichtathletik, was gut inklusiv trainierbar ist und Bestandteil von Bundeswettbewerben wie den Bundesjugendspielen und „Jugend trainiert für Paralympics“ ist.
Blinde und sehbehinderte Sportler/innen können durch Guides Unterstützung bei den Disziplinen erhalten. Menschen mit geistiger Behinderung können sich gut im Rahmen von Laufgruppen entwickeln, wobei Partner im „Buddy-Prinzip“ Orientierungs- und Führungsaufgaben übernehmen. Diese Möglichkeit besteht auch beim Deutschen Sportabzeichen für Menschen mit Behinderung.
Für die Zukunft wird die Zusammenarbeit zwischen dem Deutschen Leichtathletikverband intensiviert, um das Angebotsspektrum für Menschen mit Behinderung zu erweitern. Hintergrundinformationen: Wikipedia

Autor: Henrik Schaarschmidt

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